WireGuard vs OpenVPN: VPN-Protokollvergleich 2026
Detaillierter Vergleich von WireGuard und OpenVPN: Geschwindigkeit, Sicherheit, Einrichtungsaufwand und Zensurresistenz. Welches Protokoll sollten Sie auf Ihrem VPS einsetzen?
Wenn Sie ein VPN auf einem eigenen VPS einrichten, läuft die Protokollwahl in den meisten Fällen auf WireGuard vs. OpenVPN hinaus. Hier der direkte Vergleich.
Geschwindigkeit
WireGuard gewinnt deutlich:
| Metrik | WireGuard | OpenVPN (UDP) | |---|---|---| | Durchsatz | Bis zu 10 Gbit/s | 500–800 Mbit/s | | Zusätzliche Latenz | < 1 ms | 5–15 ms | | CPU bei 1 Gbit/s | ~5% | 30–50% | | Wiederverbindungszeit | < 100 ms | 5–30 s |
WireGuard läuft im Linux-Kernel-Space, OpenVPN im User-Space. Weniger Kontextwechsel = geringere Latenz.
Sicherheit
Beide gelten als sicher. OpenVPN unterstützt 20+ Algorithmen – flexibel, aber Risiko einer Fehlkonfiguration. WireGuard verwendet eine einzige, moderne Krypto-Suite: ChaCha20, Poly1305, Curve25519, BLAKE2. Kleinere Code-Oberfläche = weniger Angriffsfläche.
Zensurresistenz
OpenVPN kann über TCP:443 laufen – kaum von HTTPS zu unterscheiden. Kombiniert mit obfsproxy effektiv gegen DPI.
WireGuard ist nur UDP – TCP-Firewalls blockieren es. Für DPI-Umgehung AmneziaWG oder wstunnel verwenden.
Einrichtungsaufwand
| Aufgabe | WireGuard | OpenVPN | |---|---|---| | Grundeinrichtung | 10–15 Min. | 30–60 Min. | | Client hinzufügen | 2 Befehle | 10–15 Befehle + PKI | | Mobile Clients | Offizielle iOS/Android-Apps | Drittanbieter |
Fazit
- WireGuard – Standardwahl 2026: schneller, einfacher, moderner.
- OpenVPN – wenn TCP:443 oder Kompatibilität mit älterer Hardware benötigt wird.